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Winterpause bis April 2019.


AMC Albgau Ettlingen e.V. ::
Jahresrückblick 2018 Teil 1
Motorrad Langstrecken WM – Marvin Fritz

Die Saison 2017/2018 Endurance World Championship (FIM EWC) war für Marvin und sein Yamaha Yart Team schnell abgehackt. Nach Null Punkten bei den 24 Stunden von Bol D‘Or und den 24 Stunden von Le Mans war jegliche Chance auf eine gute Saison abgehakt. Der Sieg am Slovakia Ring konnte über die Enttäuschung auch nicht hinweg helfen. Da das erste Rennen der Langstrecken WM bereits im September statt findet befinden sich Marvin und sein Team bereits in der neuen Saison. Beim Auftaktrennen in Bol D‘Or durfte Marvin als jüngster Fahrer im Team das erste mal den Start mit Sprint über die Rennstrecke zum Motorrad ausführen. Er ging von Startplatz 3 motiviert ins Rennen. Obwohl die Elektronik Probleme bereitete, konnte er das Tempo der Spitze halten. Nachdem er das Motorrad an Canepa übergeben hatte, verabschiedete sich die Elektronik komplett und dieser ging eingangs der Mistral-Geraden zu Boden.
Nach diesem unfreiwilligen Boxenstopp war kostbare Zeit vergangen und Canepa, Parkes und Fritz starteten eine Aufholjagd von Platz 25. Über Nacht arbeiteten Sie sich bis zum Morgengrauen wieder auf Platz 4 vor. Wie es der Zufall wollte, übernahm Marvin die Yamaha YZF-R1 nochmals für die letzte Rennstunde. Vor 120.000 Zuschauern spulte er wie ein Uhrwerk seine Runden auf dem Circuit Paul Ricard ab und fuhr schließlich auf Platz zwei ins Ziel. Eine Gute Ausgangsposition für die kommenden Rennen der Saison 2018/2019

Moto3 FIM CEV European Talent Cup – Dirk Geiger

Nach zweimaligem Titelgewinn in der nordeuropäischen Moto3 Meisterschaft war es für Dirk Zeit sich der nächsten Aufgabe auf internationaler Ebene zu stellen. Geplant war eigentlich mit dem Kiefer Racing Team in den nächsten Jahren gemeinsam bis in die Motorrad Weltmeisterschaft zu gehen doch leider verstarb Dirks Teamchef Stefan Kiefer Ende der Saison 2017 im Alter von 50 Jahren an Herzversagen. Nun stand Dirk für die Saison 2018 plötzlich ohne Team und Perspektiven da und seitens des AMC wurden alle Räder in Bewegung gesetzt Dirk noch irgendwo unterzubringen. Die Rettung kam schließlich durch unseren langjährigen Freund und WM Fahrer Sandro Cortese. Er stellte den Kontakt zu seinem Dynavolt IntactGP Team her, die angesichts des Talents von Dirk exklusiv für Ihn ein Low Budget Team für den in Spanien ausgetragenen FIM CEV Moto3 European Talent Cup regelrecht aus dem Boden stampften. Als Teamchef konnte der ehemalige WM Pilot Alvaro Molina gewonnen werden,der sich als Ziel setzte Dirk in allen Belangen auf seine Zukunft vor zu bereiten.
An Fitness, Ernährung, Kommunikation mit den Technikern in Englisch, mentaler Stärke und zuguterletzt seinem Fahrstil wurde kontinuierlich gearbeitet. Mit 46 Startern aus der ganzen Welt gilt diese Klasse als Sprungbrett in die WM und ist dementsprechend hart umkämpft. Dirk brauchte ein paar Rennen um sich zurecht zu finden aber er lernte schnell und konnte schon bald in den Punkterängen landen. Am Ende der Saison belegte er Platz 20 und war damit mit Abstand der beste Deutsche im Fahrerfeld.

ADAC Minibike Cup – Anakin Zelenak, Kristopher König, Julius Coenen

Nach der verletzungsbedingt vorzeitig beendeten Saison 2017 konnte der 10 jährige Anakin Zelenak in diesem Jahr nahezu bei jedem Rennen in den Top10 landen. Das Highlight war sicher der Sieg, im Wohnzimmer des Motorradrennsports, auf dem Sachsenring. Am Ende der Saison landete er auf Platz 7 der Gesamtwertung. Auch sein Teamkollege Kristopher König landete in dem vollen Feld mit 27 Startern in jedem Rennen in den Punkten und landete schließlich auf Platz 10 der Gesamtwertung. Der jüngste der Truppe verbesserte sich ebenfalls stetig und schaffte es schließlich auf Platz 16 der Einsteigerklasse des ADAC Minibike Cup.


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Jahresrückblick 2018 Teil 2
Moto2 Europameisterschaft / Superstock 600 CEV / Moto2
Weltmeisterschaft – Lukas Tulovic

An Fahrzeit war die Saison 2018 von Lukas kaum zu überbieten. Neben der Moto2 Europameisterschaft auf einer Tech3 im Team WIMU fuhr Lukas auch in der spanischen Superstock 600 Meisterschaft mit. Ganz „Nebenher“ machte er auch noch sein Abitur. Dass Ihm unter diesem Druck sein Kopf manchmal ein Strich durch die Rechnung machte und der ein oder andere Fehler passiert war vorprogrammiert. So kam es das er in der Moto2 Europameisterschaft in 11 Rennen nur 6 mal die Zielflagge sah. Wenn er sie aber sah, dann zeigte er dass er schnell ist und landete immer in den Top5 des Starterfelds mit 33 Startern. So kam es auch dass Jochen Kiefer vom Kiefer Racing Team Ihn als Ersatzfahrer für den verletzten Dominique Aegerter engagierte. Lukas lieferte bei seinem ersten Einsatz in der Motorrad WM mit Platz 20 und 23 eine solide Leistung ab und das Team war von Ihm begeistert. In der Moto2 Europameisterschaft landete er schließlich trotz seiner Stürze auf Platz 8 und in der spanischen Superstock 600 Meisterschaft auf Platz 4. Mit dem Ergebnis war Lukas natürlich nicht zufrieden aber trotzdem kam Ende des Jahres dann die sensationelle Nachricht, dass das Kiefer Racing Team Ihn für die Moto2 WM 2019 verpflichten möchte. Der erste Test auf seinem nagelneuen KTM Moto2 Chassis mit dem Triumph 3 Zylinder Einheitsmotor wurde bereits Ende November in Jerez absolviert und da Lukas sein Abitur in der Tasche hat kann er sich 2019 voll auf eine Sache konzentrieren.

MotoE Elektro Motorrad Weltmeisterschaft Test – Marvin Fritz
Auch Marvin wurde kurzfristig für den offiziellen Testtermin der Motorrad Weltmeisterschaft engagiert. Das Dynavolt IntactGP Team suchte einen Ersatzfahrer für die Tests auf dem nagelneuen Energica Elektromotorrad auf welchem 2019 erstmalig die MotoE Serie im Rahmen der WM ausgetragen wird. Mit 260kg Gewicht, rund 100 Kilo mehr als seine Yamaha R1 aus der Langstrecke, ist die Maschine nicht gerade ein Leichtgewicht und so blieben ketzerische Bemerkungen nicht aus. Marvin war selbst skeptisch, ließ sich aber davon nicht entmutigen. Nach der ersten Testfahrt war klar, aus Sicht des Fahrers ist der Unterschied nicht einmal so groß. Früher einlenken wegen des hohen Gewichts aber ansonsten funktionierte das Motorrad erstaunlich gut und war nur wenig langsamer als die Moto2. Die gleichen Skeptiker die vorher ablehnende Worte äußerten, fragten natürlich prompt nach dem ersten Eindruck. Marvin hat das Wochenende in Jerez auf jeden Fall viel Spass gemacht und was die Zukunft noch bringt wird sich zeigen.

Belgische Twin Meisterschaft – Felix Klinck
Da für Felix ganz klar das begonnene Studium Priorität hatte, aber er dennoch nicht ganz auf den Rennsport verzichten wollte, suchte er sich die belgische Zweizylinder Meisterschaft als Serie aus. Kurz gesagt, 8 Rennen mit 8 Siegen beendet und damit war klar dass für das kommende Jahr wieder eine größere Herausforderung her muss. Als Ziel hat er sich die IDM Superbike 1000 ausgesucht. Voraussetzung ist allerdings daß das ganze finanzierbar ist. Wir drücken die Daumen.

ADAC Pocketbike Meisterschaft – Tyler Nehr, Enrico Nehr, Emilio Guarneri
Drei der jüngsten Nachwuchsfahrer des AMC Ettlingen machten zwar 2018 nur Gaststarts in der Pocketbike Meisterschaft aber diese verliefen so gut, dass möglicherweise 2019 auf allen Rennstrecken angegriffen wird. Wir werden sehen.

Was war sonst noch los ?

Mit drei Pocket- und Minibike Weekends, einem Minibike Schnupperkurs, mehreren Motorrad Schräglagentrainings mit Instruktoren der Rennleitung 110, Ferienpass Fahrradturnier und Kartslalom und dem Motorradausflug zum Bodensee war auch sonst der Terminkalender der AMC-ler wieder prall gefüllt.

Die Einladungen zur Hauptversammlung und anschließenden Winterfeier, auf der wir am 23. Februar 2019 die Erfolge feiern möchten, geht unseren Mitgliedern in den nächsten Tagen zu. Das ganze AMC Team wünscht ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


AMC Albgau Ettlingen e.V. ::
Jahresrückblick 2017 Teil 1
Wie jedes Jahr starteten die Fahrer des AMC Ettlingen mit einem Fitnesstraining in die Saison. Die Winterfeier fand, durch die Suche nach einer neuen Lokation, zwar erst Anfang März statt, war aber wie gewohnt sehr gut besucht.

Bei den 1000km von Hockenheim am Osterwochenende war der AMC Ettlingen wieder einmal mit Mirko Skeide und Felix Klinck am Start. Durch viele technische Probleme war dieses mal nur Platz 7 drin. Die weiteren Ergebnisse in den verschiedenen Klassen hier im Detail:

Motorrad Langstrecken WM – Marvin Fritz

Der Start in 2017 in der Endurance World Championship (FIM EWC) verlief für Marvin nahezu perfekt. Bei den 24 Stunden von Le Mans Anfang April lag er auf der Team Yart Yamaha R1 zusammen seinen zwei Fahrer-Kollegen nahezu 20 Stunden lang in Führung. Marvin fuhr nachts sogar die schnellste Rundenzeit im dunkeln. Durch ein Technik Problem in der Traktionskontrolle musste das Team die Führung aber leider 4 Stunden vor der Zielflagge abgeben. Mit nur 19 Sekunden Rückstand landeten Sie auf Platz 2. Es folgte ein zweiter Platz bei den 8 Stunden von Oschersleben und Platz 4 auf dem Slovakiaring. Beim Abschlussrennen in Suzuka, der Hochburg der japanischen Motorradhersteller, konnten Sie mit Platz 5 und damit der besten Platzierung eines nicht Factory Teams, Ihre tolle Leistung bestätigen. Am Ende landeten Sie auf Platz 3 der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft.

Moto3 Northern European Cup – Dirk Geiger


Nach dem knappen Titelgewinn im Moto3 Rookies-Jahr 2016 trat Dirk nochmal in der selben Klasse an. Das erklärte Ziel war dieses mal den Titel nicht nur zu verteidigen, sondern seine fahrerisches Können auszubauen und auf möglichst vielen Strecken als Sieger ins Ziel zu fahren.Das Highlight war erneut der Sieg auf dem Sachsenring im Rahmen der MotoGP Weltmeisterschaft. Am Ende der Saison schaffte er es in Nordeuropa in 11 Rennen 10 mal aufs Treppchen und holte sich davon 5 mal den Sieg. Mit 56 Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung wurde er damit erneut Champion in der NEC Moto3 Standard Klasse. Als Belohnung durfte er dafür zwei Gaststarts in der Moto3 Junior WM im spanischen Aragon und Valencia auf einer KTM Moto3 GrandPrix Werksmaschine machen. Hier konnte er sich das erste mal mit top Moto3 Fahrern aus der ganzen Welt in einem Rennen messen. Zur Ernüchterung musste Dirk feststellen dass noch viel Arbeit vor ihm liegt. Mit seinen Rundenzeiten lag er hier im hinteren Drittel des Fahrerfeldes. Bei der Sichtung des Red-Bull-Rookies Cup schaffte er es ohne Probleme in die zweite Runde, doch leider gehörte er am Ende, trotz deutlich besserer Leistung als im Vorjahr, nicht zu den Auserwählten. Die Aufgabe für 2018 ist also klar – noch härter Arbeiten und noch besser werden.

ADAC Junior Cup – Till Belzcykowski

Till (13 Jahre)bekam zum Aufstieg vom ADAC Minibike Cup in den ADAC Junior Cup die KTM RC390 Vereinsmaschine zur Verfügung gestellt. Als jüngster Fahrer im Feld bekam er dort die Startnummer 1. Nach einigen Trainings vor Saisonbeginn, konnte er sich schnell and die neue Maschine gewöhnen und seinen Fahrstiel entsprechend anpassen. Beim ersten Rennen landete er bereits im Mittelfeld und sammelte damit auch erste Punkte. In Oscherleben schaffte er es kurz darauf sogar in die Top-10. Am Ende der Saison erreichte er nicht nur in allen Rennen die Zielflagge sondern holte sich auch immer Punkte. Mit Platz 13 in der Gesamtwertung ein gelungener Einstand. Mit diesem guten Ergebnis wurde er dann auch zur Sichtung des Red Bull Rookies Cup nach Almeria eingeladen. Leider konnte er sich hier, wie die meisten anderen deutschen Fahrer, schon in der Vorrunde nicht durchsetzen. Im nächsten Jahr bekommt er sicher erneut die Chance.


ADAC Minibike Cup – Nina Castellano und Anakin Zelenak

Der 9-jährige Anakin Zelenak hatte sich Anfang der Saison als Ziel gesetzt in der Einsteigerklasse des ADAC Minibike Cup anzugreifen. Nachdem er sich in den ersten zwei Rennen in Bopfingen und Wittgenborn so langsam an die Serie gewöhnt hatte, war seine Saison im Cup durch einen Bruch von Schien- und Wadenbein leider auch wieder zu ende. Durch fleißiges Training auf dem Übungsgelände des AMC, konnte er aber Ende der Saison wieder an seine alte Form anknüpfen und wird es sicherlich im nächsten Jahr nochmal versuchen.
Die 14-jährige Nina Castellano gehört inzwischen zu den alten Hasen im ADAC Minibike Cup. In der hart umkämpften Nachwuchsklasse konnten Sie sich fast in allen Rennen in den Top 10 platzieren. In der Gesamtwertung landete sie so auch auf dem 10 Platz und ließ einige Jungs alt aussehen. Im nächsten Jahr wird sie nur noch ein paar Gaststarts im ADAC Minibike Cup machen und nebenher erste Fahrversuche auf der KTM RC390.
Möglichweise ist sogar ein Gaststart im ADAC Juniorcup drin.